Hauptschritte zur Gateway-Integration
Die Integration von AS-i Gateway-Geräten in ein Embedded Safety-System von Schneider Electric (z.B. PacDrive 3-Applikation) ist in folgende Hauptschritte unterteilt:
Entwicklung der ASIMON-Applikation einschließlich der
Implementierung der Steuerfunktionalität des AS-i Gateway
Mapping der AS-i-Daten auf das '8 Bytes Safe Sercos Data'-Geräteobjekt.
Die vorliegende Dokumentation basiert auf der Best-Practice-Applikation mit einem 1:1-Mapping. Das bedeutet, dass die Adresse jedes AS-i-Slave der Eingangs-/Ausgangsbitnummer im Geräteobjekt '8 Bytes Safe Sercos Data' entspricht. Es muss kein Offset addiert werden, um das Datenbit eines AS-i-Slave zu bestimmen. Neben diesem direkten 1:1-Mapping ist jedes andere anwenderdefinierte Mapping der AS-i-Daten auf die Datenbits im Geräteobjekt möglich. Halten Sie das Mapping in jedem Fall so einfach wie möglich, um inkorrekte Datenzuordnungen in der Sicherheitsapplikation möglichst zu vermeiden.
Das AS-i Gateway liefert zur Diagnose je ein Statussignal für jeden seiner beiden AS-i Kreise. Mappen Sie diese Statussignale auf die Eingangsbits 0 und 32 des '8 Bytes Safe Sercos Data'-Geräteobjekts und werten Sie die Bits 0 und 32 in der Sicherheitsapplikation aus. Werten Sie in der Sicherheitsapplikation auch das SafeGatewayOK-Signal aus. Dieses Signal wird ebenfalls vom AS-i Gateway bereitgestellt und zeigt den Status der Kommunikation zwischen SLC und AS-i Gateway via openSafety over Sercos an.
Stellen Sie außerdem zwei separate Signale aus der SLC-Applikation bereit, die als Freigabesignale für jeden der Ausgangs-AS-i-Kreise verwendet werden. Mappen Sie diese Freigabesignale für die Ausgänge auf die Ausgangsbits 0 und 32 des Geräteobjekts '8 Bytes Safe Sercos Data' und verarbeiten Sie sie entsprechend in der ASIMON-Applikation. Wenn Sie die Bits 0 und 32 nicht auf diese Art einsetzen, können sie anderweitig verwendet werden.
Weitere Informationen
Weitere Informationen hierzu finden Sie im Thema "Konfigurieren der AS-i-Funktionalität in ASIMON".
Eine AS-i-Applikation wird durch eine in ASIMON erzeugte Prüfsumme, genannt ConfigID, gesichert. Diese ConfigID muss im Geräteparametrierungseditor von EcoStruxure Machine Expert - Safety als sicherheitsbezogener 'ConfigID'-Parameter eingegeben werden. Jede Änderung der AS-i-Applikation in ASIMON führt zu einer neuen ConfigID. Nachdem Sie das Projekt in ASIMON fertiggestellt und das AS-i Gateway in Betrieb genommen haben, notieren Sie sich die neue ASIMON-ConfigID.
In EcoStruxure Machine Expert:
Fügen Sie AS-i Gateway-Geräte in die Busstruktur ('Geräte'-Fenster) ein.
Fügen Sie unter jedem hinzugefügten Gateway-Knoten ein Geräteobjekt '8 Bytes Safe Sercos Data' ein.
Parametrieren Sie jedes AS-i Gateway-Gerät und dessen '8 Bytes Safe Sercos Data'-Geräteobjekt.
Mappen Sie ggf. die Eingangs-/Ausgangsdatenbits des Geräteobjekts (I/O-Daten der AS-i-Geräte) auf nicht-sicherheitsbezogene EcoStruxure Machine Expert-Variablen. Führen Sie dies im 'E/A-Abbild'-Editor des jeweiligen Geräteobjekts durch.
Optional: Fügen Sie nicht-sicherheitsbezogene AS-i-I/O-Slaves oder andere Geräteobjekte in die EmptyModule-Steckplätze unter dem Gateway-Knoten ein.
Weitere Informationen hierzu finden Sie im Thema "Hinzufügen/Parametrieren von AS-i-Geräten in EcoStruxure Machine Expert".
In EcoStruxure Machine Expert - Safety:
Spezifizieren Sie die sicherheitsbezogenen Parameter der integrierten AS-i Gateways und deren Geräteobjekte. Die AS-i-I/O-Slaves können in EcoStruxure Machine Expert - Safety nicht parametriert werden.
Weitere Informationen hierzu finden Sie im Thema "Parametrieren von AS-i-I/O-Slaves in EcoStruxure Machine Expert - Safety".
In EcoStruxure Machine Expert - Safety:
Verwenden Sie in der Sicherheitsapplikation die im Geräteobjekt enthaltenen Eingangs-/Ausgangsbits. In der sicherheitsbezogenen Applikation muss mindestens ein Eingang oder Ausgang verwendet werden, um das Projekt kompilieren zu können.
Lesen und werten Sie das SafeGatewayOK-Statussignal vom AS-i Gateway aus. Das Signal zeigt den Status der Kommunikation zwischen SLC und AS-i Gateway an.
Lesen und werten Sie die Diagnose-Statussignale für die AS-i Kreise 1 und 2 des AS-i Gateway aus, die auf die Bits 0 und 32 des '8 Bytes Safe Sercos Data'-Geräteobjekts gemappt sind.
Erzeugen und schreiben Sie für jeden der Ausgangs-AS-i-Kreise ein separates Signal als Freigabesignal (gemappt auf die Ausgangsbits 0 und 32 des '8 Bytes Safe Sercos Data'-Geräteobjekts).
Lesen Sie die Eingangsbits (Status der AS-i-Sensoren) oder weitere sicherheitsbezogene Daten und werten Sie sie in der Sicherheitsapplikation aus.
Schreiben Sie in der Sicherheitslogik die Ausgangsbits in Abhängigkeit von den ausgewerteten Statusinformationen und steuern Sie so die AS-i-Aktoren.