Technische Informationen zum AS-i Gateway
Umgebungsbedingungen für das AS-i Gateway
Die elektrischen bzw. umgebungsbezogenen Charakteristiken des AS-i Gateway können von den Eigenschaften der sicherheitsbezogenen Schneider Electric-Module abweichen, da es zu Ihrem Steuerungssystem gehört. Validieren Sie deshalb, dass das AS-i Gateway nur in Umgebungen integriert wird, die geeignet und somit kompatibel mit dem Schneider Electric-System sind.
Lesen Sie hierzu die entsprechende AS-i Gateway-Dokumentation oder Spezifikation von Bihl+Wiedemann.
WARNUNG
GERÄT NICHT BETRIEBSBEREIT
Stellen Sie sicher, dass alle elektrischen und umweltbezogenen Merkmale des Equipment den Betriebsbedingungen und -anforderungen des Embedded Safety System entsprechen.
Die Nichtbeachtung dieser Anweisungen kann Tod, schwere Körperverletzungen oder Sachschäden zur Folge haben.
Funktionen & Fakten
AS-i (kurz für Actuator-Sensor-Interface) ist eine standardisierte Feldbus-Kommunikation gemäß EN 50295 und IEC 62026-2. Sie wird hauptsächlich auf Feldgeräteebene für die Verbindung von Sensoren/Befehlsgeräten und Aktoren verwendet.
Jeder Sensor bzw. jedes Befehlsgerät und jeder Aktor wird als AS-i-Slave betrachtet, der seine Adresse von einem AS-i-Master erhält (in vorliegenden Kontext das AS-i Gateway).
Hinter dem AS-i Gateway (welches wie eine SPS auch eine Steuerungsfunktion integriert), können zwei AS-i-Kreise (1 und 2) realisiert werden. Jeder Kreis erlaubt den Anschluss von bis zu 31 sicherheitsbezogenen Slaves oder 62 nicht-sicherheitsbezogenen Standard-Slaves. Im selben Netzwerk können also bis zu 62 sicherheitsbezogene Slaves oder 124 Standard-Slaves adressiert werden.
Sicherheitsbezogene und Standard-Slaves können gleichzeitig am AS-i-Feldbus verwendet werden.
Master/Slave-Kommunikation auf AS-i-Feldbusebene: Das AS-i Gateway dient als Master und sendet Requests an adressierte Slaves, die mit den angeforderten Daten antworten. Die Dauer für ein Kommunikationstelegramm zwischen Master und Slave beträgt 125 µs. Falls die Maximalzahl von 31 sicherheitsbezogenen Slaves an einen AS-i-Kreis angeschlossen ist, beträgt die maximale Bus-Zykluszeit 5 ms.
HINWEIS:
Zur Kommunikation mit Slaves an beiden Kreisen 1 und 2 sind zwei Buszyklen notwendig.
Weder das AS-i-Controller-Programm noch die AS-i-Kommunikation wird mit dem überlagerten Sercos-Feldbus synchronisiert.
Über Safe Link ist die Querkommunikation zwischen mehreren AS-i Gateway-Geräten möglich. (Safe Link von Bihl+Wiedemann ermöglicht sicherheitsbezogene Kommunikation über Ethernet.)
Somit können Unternetzwerke (die beispielsweise verschiedene Sicherheitsarchitekturen abdecken) verbunden und durch ein und denselben Sicheren Logik-Controller ausgewertet/überwacht werden. Das sicherheitsbezogene PacDrive 3-System unterstützt maximal 5 AS-i Gateways.
Lesen Sie hierzu das Thema "Anwendungsfall: Mehrere AS-i Gateways mit Querkommunikation".
Die Kommunikation zwischen einem in das PacDrive 3-System integrierten AS-i Gateway und dem SLC und LMC von Schneider Electric (AS-i/Sercos-Datenaustausch) ist über ein 64-Bit-Geräteobjekt möglich. Die sicherheitsbezogene SLC-Applikation betrachtet ein AS-i Gateway als 64-Bit-I/O-Modul. Weitere Informationen hierzu finden Sie im einleitenden Thema zu dieser Dokumentation, Abschnitt "AS-i/Sercos-Datenaustausch (I/O-Mapping von AS-i-Daten)".
Weitere Informationen
Eine detaillierte Beschreibung des AS-i Gateway sowie seiner Schnittstellen und Konnektivität, finden Sie in den Datenblättern und Benutzerhandbüchern des AS-i Gateway-Herstellers Bihl+Wiedemann.
Systembeschränkungen für das AS-i Gateway in PacDrive 3-Systemen: Nach der Integration des AS-i Gateway in das PacDrive 3-Safety System von Schneider Electric, ist der Funktionsbereich ohne Einschränkungen verfügbar.
Hardware: Schnittstellen/Konnektivität des AS-i/Sercos III Safety Gateway BWU 2984
(1) |
Chipkarte zum Speichern der AS-i-Master-Konfiguration (Steuerfunktionalität, konfiguriert in ASIMON) |
(2) |
Diagnoseschnittstelle zum Anschluss des Computers, auf dem ASIMON läuft oder zur Herstellung einer Safe Link-Verbindung zu einem weiteren AS-i Gateway (Querkommunikation) |
(3) |
LEDs zur Statusanzeige |
(4) |
Feldbus-Schnittstelle zum Anschluss des Sercos-Feldbusses |
(5) |
LC-Anzeige für die Statusanzeige |
(6) |
Schaltflächen zum manuellen Betrieb |
(7) |
+ASI1-: AS-i-Kreis 1 zum Anschluss von maximal 31 sicherheitsbezogenen Slaves oder 62 nicht-sicherheitsbezogenen Standard-Slaves. |
(8) |
+ASI2-: AS-i-Kreis 2 zum Anschluss von maximal 31 sicherheitsbezogenen Slaves oder 62 nicht-sicherheitsbezogenen Standard-Slaves. |
(9) |
ASI+PWR-: Versorgungsspannung für die AS-i-Kreise |
HINWEIS:
Die elektrische Installation und die Inbetriebnahme der AS-i Gateway-Geräte sind nicht Teil dieser Integrationsanleitung. Informationen hierzu finden Sie in der entsprechenden Dokumentation von Bihl+Wiedemann.