TM5CSLCx00FS: Sicherer Logik-Controller
Gruppe: Basic
Parameter: Zykluszeit
Standardwert |
2.000 |
Wertebereich Schrittweite |
2.000...20.000 1 |
Einheit |
µs |
Beschreibung |
Stellt die Zykluszeit des Sicheren Logik-Controllers ein. |
Mögliche Werte |
Der 'Zykluszeit'-Wert muss größer sein als die Verarbeitungszeit für die sicherheitsbezogene Anwendung. Falls der Parameter 'Zykluszeit' kleiner ist oder zu nahe an der Verarbeitungszeit, kann eine Zykluszeitverletzung auftreten. Der 'Zykluszeit'-Wert muss ein ganzzahliges Vielfaches der Sercos-Zykluszeit sein. Mit folgenden Schritten bestimmen Sie den korrekten Parameterwert für die SLC-'Zykluszeit' in Ihrer Applikation:
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Während der oben beschriebenen Inbetriebnahmephase, läuft der SLC mit der maximalen Zykluszeit. Dies führt zu einer Safety-Reaktionszeit, die möglicherweise höher ist, als für Ihre Sicherheitsfunktion erforderlich.
WARNUNG
NICHTERFÜLLEN DER SICHERHEITSANFORDERUNGEN
Verifizieren Sie die Auswirkungen einer erhöhten Safety-Reaktionszeit.
Stellen Sie sicher, dass geeignete Maßnahmen (gemäß zutreffender Sektornormen) getroffen wurden, um Gefährdungen während der Inbetriebnahmephase zu vermeiden.
Betreten Sie den Betriebsbereich nicht, während der SLC mit maximaler Zykluszeit betrieben wird.
Stellen Sie sicher, dass keine anderen Personen den Betriebsbereich betreten können, während der SLC mit maximaler Zykluszeit betrieben wird.
Verwenden Sie geeignete Sicherheitsverriegelungen, wenn eine Gefahr für Personen und/oder Ausrüstung besteht.
Die Nichtbeachtung dieser Anweisungen kann Tod, schwere Körperverletzungen oder Sachschäden zur Folge haben.
Parameter: SSDOBearbeitung
Standardwert |
5 je Zyklus |
Einheit |
-/- |
Beschreibung |
Legt die Anzahl der azyklischen Prozessschritte pro Zyklus des Sicheren Logik-Controllers fest. Der Parameter kann für die Optimierung des Bootverhaltens des Systems verwendet werden. |
Mögliche Werte |
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Parameter: NodeGuardingTime-out
Standardwert |
60 |
Wertebereich Schrittweite |
30...3.000 1 |
Einheit |
s |
Beschreibung |
Legt die Dauer (Timeout-Wert) fest, nach der sicherheitsbezogene Module in den Zustand Pre-Operational gesetzt werden, falls der Sichere Logik-Controller nicht kommunizieren kann oder falls Kommunikationsprobleme zwischen dem sicherheitsbezogenen Modul und dem Sicheren Logik-Controller erkannt wurden. Der Parameter definiert außerdem die Zeitverzögerung des Sicheren Logik-Controllers für die Erkennung eines nicht verfügbaren Moduls. Zu beachten:
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Parameter: AnzahlScans
Standardwert |
5 |
Wertebereich Schrittweite |
1...10 1 |
Einheit |
-/- |
Beschreibung |
Legt die Anzahl an Modulscans fest, die der Sichere Logik-Controller durchführt, falls er die konfigurierten sicherheitsbezogenen Module nicht korrekt erkennen kann, bevor er feststellt, dass ein oder mehrere Module nicht verfügbar ist/sind (MXCHG-LED blinkt schnell). Das Scannen wird fortgesetzt, auch wenn der Sichere Logik-Controller die LED für nicht verfügbare Module aktiviert hat. |
Mögliche Werte |
Ganzzahlige Werte im Bereich zwischen 1 und 10. |
Parameter: FernbedienungErlauben
Standardwert |
Nein |
Einheit |
-/- |
Beschreibung |
Aktiviert oder deaktiviert die Fernbedienung des Sicheren Logik-Controllers. HINWEIS: Die Fernbedienung des Sicheren Logik-Controllers kann mit Hilfe der Funktionsbausteine der 'SLCRemoteController'-Bibliothek in EcoStruxure Machine Expert durchgeführt werden. |
Parameterwert |
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Der Hersteller oder Betreiber der Maschine muss die von einer Fernbedienung ausgehenden Gefahren berücksichtigen, um einen unbeabsichtigten Gerätebetrieb zu verhindern.
WARNUNG
UNBEABSICHTIGTER BETRIEBSZUSTAND DES GERÄTS
Platzieren Sie Bediengeräte der Steuerung in der Nähe der Maschine oder an einer Stelle, an der Sie freie Sicht auf die Maschine haben.
Schützen Sie Bedienbefehle vor nicht-autorisiertem Zugriff.
Falls Fernbedienung ein notwendiger Aspekt im Anwendungsdesign ist, müssen Sie sicherstellen, dass bei der Fernbedienung ein kompetenter und qualifizierter Beobachter vor Ort ist.
Die Nichtbeachtung dieser Anweisungen kann Tod, schwere Körperverletzungen oder Sachschäden zur Folge haben.
Gruppe: SafetyResponseTimeDefaults
Die Safety-Reaktionszeit ist die Zeit zwischen dem Eintreffen des Sensorsignals am Eingangskanal eines sicherheitsbezogenen Eingangsmoduls und dem Abschaltsignal am Ausgangskanal eines sicherheitsbezogenen Ausgangsmoduls. Die Parameter in dieser Gruppe beeinflussen die Safety-Reaktionszeit des Sicheren Logik-Controller-Systems. Weitere detaillierte Hintergrundinformationen finden Sie im Thema "Safety-Reaktionszeit".
Neben der Gruppe 'SafetyResponseTimeDefaults' besitzt jedes Modul seine eigene Gruppe 'SafetyResponseTime'. Die Parameter in der Gruppe 'SafetyResponseTimeDefaults' des Sicheren Logik-Controllers gelten für diejenigen sicherheitsbezogenen Module, für die der Parameter ManuelleKonfiguration auf 'Nein' eingestellt ist. Dadurch lassen sich die Parameter, die für die Safety-Reaktionszeit relevant sind, für die in der Applikation beteiligten Module identisch konfigurieren. Jedes sicherheitsbezogene Eingangsmodul oder Ausgangsmodul, für das ManuelleKonfiguration auf 'Ja' eingestellt ist, verwendet seine eigenen modulspezifischen Parameterwerte.
Parameter: MinDatenübertragungszeit
Standardwert |
12 |
Wertebereich Schrittweite |
12...500 1 |
Einheit |
100 µs |
Beschreibung |
Legt die benötigte Mindestzeit für die Übertragung eines Datentelegramms zwischen Producer und Consumer fest. Wird ein Telegramm früher (vom Consumer) empfangen, als durch diesen Parameterwert vorgegeben, so wird die Kommunikation als ungültig betrachtet. EcoStruxure Machine Expert - Safety verfügt über einen Berechnungsdialog für die Bestimmung dieses Parameterwertes. Begriffsdefinition und Hintergrundinformation Gemäß openSAFETY-Spezifikation kommunizieren Geräte (sicherheitsbezogene I/O-Module und der Sichere Logik-Controller), indem sie zyklisch Daten, sogenannte openSAFETY-Telegramme, senden und empfangen. Ein Gerät, das Telegramme erzeugt (sendet), wird als Producer bezeichnet, ein empfangendes Gerät als Consumer. Jedes Telegramm enthält einen Zeitstempel für die Zeitvalidierung der Kommunikation. Beim Empfang eines Telegramms vergleicht der Consumer diesen Zeitstempel mit der aktuellen Zeit. Falls der Zeitplan eingehalten wurde, wird die Kommunikation als gültig betrachtet. Wird ein Telegramm früher empfangen, als durch diesen Parameter definiert, wird die Kommunikation als ungültig betrachtet und nicht weiter fortgesetzt. Dadurch steuert auch das Prozessdaten-Element 'SafeModuleOK' auf SAFEFALSE und zeigt damit an, dass die sicherheitsbezogene Kommunikation des Moduls nicht länger gültig ist. |
Berechnung der Werte |
So berechnen Sie den MinDatenübertragungszeit-Wert
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Praktische Werte |
Die Verwendung des in EcoStruxure Machine Expert - Safety berechneten Werts für MinDatenübertragungszeit führt zu einem stabil laufenden System. |
Parameter: MaxDatenübertragungszeit
Standardwert |
200 |
Wertebereich Schrittweite |
12...65.000 1 |
Einheit |
100 µs |
Beschreibung |
Definiert die erlaubte maximale Zeit für die Übertragung eines Datentelegramms zwischen Producer und Consumer. Wird ein Telegramm später (vom Consumer) empfangen, als durch diesen Parameterwert vorgegeben, so wird die Kommunikation als ungültig betrachtet. EcoStruxure Machine Expert - Safety verfügt über einen Berechnungsdialog für die Bestimmung dieses Parameterwertes. HINWEIS: Der Parameterwert beeinflusst die von EcoStruxure Machine Expert - Safety berechnete Safety-Reaktionszeit. Begriffsdefinition und Hintergrundinformation Gemäß openSAFETY-Spezifikation kommunizieren Geräte (sicherheitsbezogene I/O-Module und der Sichere Logik-Controller), indem sie zyklisch Daten, sogenannte openSAFETY-Telegramme, senden und empfangen. Ein Gerät, das Telegramme erzeugt (sendet), wird als Producer bezeichnet, ein empfangendes Gerät als Consumer. Jedes Telegramm enthält einen Zeitstempel für die Zeitvalidierung der Kommunikation. Beim Empfang eines Telegramms vergleicht der Consumer diesen Zeitstempel mit der aktuellen Zeit. Falls der Zeitplan eingehalten wurde, wird die Kommunikation als gültig betrachtet. Wird ein Telegramm verspätet empfangen, so wird die Kommunikation als ungültig betrachtet und nicht weiter fortgesetzt. Die Auswirkungen für den Rest der sicherheitsbezogenen Systeme hängen von der definierten sicherheitsbezogenen Funktion ab. |
Berechnung der Werte |
So berechnen Sie den MaxDatenübertragungszeit-Wert
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Praktische Werte |
Die Verwendung des in EcoStruxure Machine Expert - Safety berechneten Werts für MaxDatenübertragungszeit führt zu einem stabil laufenden System. |
Parameter: KommunikationsWatchdog
Standardwert |
200 |
Wertebereich Schrittweite |
1...65.535 1 |
Einheit |
100 µs |
Beschreibung |
Definiert die maximale Zeitspanne, in der ein Consumer ein gültiges Datentelegramm von einem Producer empfangen muss, damit die sicherheitsbezogene Kommunikation als gültig betrachtet und die Applikation fortgesetzt wird. Der Parameter stellt einen Watchdog-Timer ein, der den rechtzeitigen Empfang der Telegramme vom Producer im Consumer überwacht. Läuft der Watchdog ab, so wird die Kommunikation als ungültig betrachtet. EcoStruxure Machine Expert - Safety verfügt über einen Berechnungsdialog für die Bestimmung dieses Parameterwertes. HINWEIS: Der Parameterwert beeinflusst die von EcoStruxure Machine Expert - Safety berechnete Safety-Reaktionszeit. Begriffsdefinition und Hintergrundinformation Gemäß openSAFETY-Spezifikation kommunizieren Geräte (sicherheitsbezogene I/O-Module und der Sichere Logik-Controller), indem sie zyklisch Daten, sogenannte openSAFETY-Telegramme, senden und empfangen. Ein Gerät, das Telegramme erzeugt (sendet), wird als Producer bezeichnet, ein empfangendes Gerät als Consumer. Der KommunikationsWatchdog-Wert hängt physikalisch von der Übertragungszeit ab, die für die Übertragung des Telegramms von einem Producer zu einem Consumer benötigt wird und beeinflusst die ungünstigste Gesamtreaktionszeit des Systems. Deshalb hängt der berechnete Wert vom Wert des Parameters MaxDatenübertragungszeit ab. Falls der Empfänger das Telegramm rechtzeitig erhält (KommunikationsWatchdog ist noch nicht abgelaufen und die Übertragungszeit liegt innerhalb der durch die Parameter MinDatenübertragungszeit und MaxDatenübertragungszeit vorgegeben Zeitgrenzen), wird der Watchdog-Timer erneut gestartet und die Kommunikation wird als gültig betrachtet. Der Zeitstempel im eingehenden Telegramm wird dabei nicht ausgewertet. Relevant ist nur, dass das Telegramm empfangen wird. Falls kein Telegramm empfangen wird (wegen Verzögerung oder Verlust) und der KommunikationsWatchdog im Consumer abläuft, nimmt das Modul seinen definierten sicheren Zustand ein. Dadurch steuert auch das Prozessdaten-Element 'SafeModuleOK' auf SAFEFALSE und zeigt damit an, dass die sicherheitsbezogene Kommunikation des Moduls nicht länger gültig ist. |
Berechnung der Werte |
So berechnen Sie den KommunikationsWatchdog-Wert
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Werte |
Für den KommunikationsWatchdog-Wert, den Sie in die Parametertabelle ('Geräte'-Fenster) eingeben müssen, gilt Folgendes:
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Gruppe: Commissioning
Parameter: SafeMachineOptionxx
Dieser Parameter ist nur für Controller des Typs SLC200 verfügbar. |
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Standardwert |
AUS |
Einheit |
-/- |
Beschreibung |
Ermöglicht während des Hochlaufens die Aktivierung oder Deaktivierung eines bestimmten sicherheitsbezogenen Moduls (Maschinenoption). Dadurch lassen sich modulare Systeme teilweise oder vollständig steuern. Dies sind Inbetriebnahme-Parameter, die auch von Anwendern der Gruppe 'Inbetriebnahme' eingestellt werden können. Hintergrundinformation Für jede Maschinenoption ist im Gerätebaum ('Geräte'-Fenster) unter SLC\SafeMachineOptions ein Prozessdaten-Element verfügbar. Indem Sie solche Elemente in den FBS/KOP-Editor ziehen, lassen sie sich in der Anwendung als SAFEBOOL-Variablen verwenden. Wird eine solche Variable beispielsweise am Eingang ACTIVATE eines sicherheitsbezogenen PLCopen-Funktionsbausteins angeschlossen, so kann ihr Wert die Sicherheitsfunktion, die von diesem sicherheitsbezogenen Funktionsbaustein realisiert wird, aktivieren bzw. deaktivieren. Wird der Parameterwert einer bestimmten Maschinenoption auf AUS/EIN gesetzt, so wird die zugewiesene sicherheitsbezogene Variable entsprechend gesetzt/rückgesetzt. Der Parameter kann somit verwendet werden, um z.B. alle Eingänge/Ausgänge eines sicherheitsbezogenen Moduls zu aktivieren/deaktivieren. |
Parameterwert |
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Prozessdaten-Elemente des Sicheren Logik-Controllers
Datentyp xxx
Beschreibung |
Standardsignale des SLC (verschiedene Datentypen), die zum Standard-Controller (nicht-sicherheitsbezogen) übertragen oder von dort empfangen werden. xxx ist die Signalkennung. |
Datentypen |
Es sind Signale unterschiedlicher Datentypen verfügbar: BOOL, INT, UINT, UDINT. |
Zugriffsart |
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Mögliche Werte |
Wenn die Kommunikation zwischen dem Sicheren Logik-Controller und dem Standard-Controller (nicht-sicherheitsbezogen) korrekt funktioniert und SafeModuleOK = SAFETRUE, hängen die möglichen Werte vom Datentyp der Variablen ab (nur Standard-Datentypen). |