TM7SDI8DFS: Digitales Sicherheits-Eingangsmodul
Typ-/sicherheitsbezogene Anwendungsbereiche des Moduls
Digitales Sicherheits-Eingangsmodul, 8 sicherheitsbezogene Eingangskanäle, 2 (nicht sicherheitsbezogene) Standard-Eingangskanäle, 2 Taktausgänge, 24 VDC, per Software konfigurierbares Eingangsfilter, 2 (nicht sicherheitsbezogene) Standard-Ausgangskanäle, 24 VDC.
Ausgangsschutz: Thermische Abschaltung von einzelnen Kanälen bei Überstrom oder Kurzschluss, integrierter Schutz zum Schalten von induktiven Lasten, 0,6 A Summennennstrom.
Die sicherheitsbezogenen Schneider Electric-Module können in sicherheitsbezogenen Anwendungen verwendet werden, gemäß:
EN ISO 13849, PL e
IEC 62061, SIL 3
IEC 61508, SIL 3
Gruppe: Basic
Parameter: MinErforderlicheFWVer
Standardwert |
Basic Release |
Einheit |
-/- |
Beschreibung |
Dieser Parameter ist nur relevant, wenn eine andere Firmware-Version, als die vom Hersteller aufgespielte Version in Betrieb ist. Um in den Betriebszustand gelangen zu können, muss im Modul die hier eingestellte oder eine neuere Firmware-Version installiert sein.
Die hier gewählte Firmware-Version ist vor allem im Hinblick auf neue Parameter oder Prozessdaten-Elemente wichtig, die mit einer bestimmten Firmware-Version implementiert wurden. Falls das betreffende Gerät über neue Parameter oder Prozessdaten-Elemente verfügt, ist folgendes zu beachten: Wenn für MinErforderlicheFWVer ein falscher Wert eingestellt ist, gelangt entweder der SLC nicht in den Betriebszustand Run oder der neue Parameter bzw. das neue Prozessdaten-Element wird vom SLC nicht berücksichtigt. Beachten Sie hierzu den Gefahrenhinweis unter dieser Tabelle. Weitere Informationen Informationen zu neu hinzugefügten Parametern oder Prozessdaten-Elementen finden Sie in der Dokumentation (Release Notes), die der Firmware-Installation beiliegt. Darin erfahren Sie auch, wie Sie die Firmware-Version, die aktuell auf dem sicherheitsbezogenen Gerät installiert ist, bestimmen können. |
WARNUNG
UNBEABSICHTIGTER BETRIEBSZUSTAND DES GERÄTS
Stellen Sie sicher, dass der unter MinErforderlicheFWVer eingestellte Wert der Firmware-Version entspricht, die auf diesem sicherheitsbezogenen Gerät installiert ist.
Stellen Sie anhand eines Funktiontests sicher, dass neu implementierte Parameter oder Prozessdaten-Elemente des sicherheitsbezogenen Moduls vom SLC berücksichtigt werden, wenn Ihre sicherheitsbezogene Applikation dies erfordert.
Die Nichtbeachtung dieser Anweisungen kann Tod, schwere Körperverletzungen oder Sachschäden zur Folge haben.
Parameter: Optional
Standardwert |
Nein |
Einheit |
-/- |
Beschreibung |
Das Modul kann mit Hilfe dieses Parameters als optional konfiguriert werden. Optionale Module müssen nicht vorhanden sein (physikalisch oder kommunikativ), d.h. ein fehlendes optionales Modul wird vom Sicheren Logik-Controller nicht gemeldet. Dieser Parameter beeinflusst nicht das Signal oder die Statusdaten des Moduls. |
Mögliche Werte |
|
Der Parameter Optional ist ein Mechanismus, um Ihr Sicherheitssystem an unterschiedliche Maschinenkonfigurationen anzupassen. Es ist jedoch möglich, dass als optional parametrierte Module in einer wechselnden/anderen Konfiguration erforderlich sind.
WARNUNG
UNBEABSICHTIGTER BETRIEBSZUSTAND DES GERÄTS
Stellen Sie anhand eines Funktiontests sicher, dass die Module, für die Optional auf 'Ja' oder 'Hochlauf' eingestellt ist, vorhanden sind, wenn diese in wechselnden/anderen Maschinenkonfigurationen erforderlich sind.
Die Nichtbeachtung dieser Anweisungen kann Tod, schwere Körperverletzungen oder Sachschäden zur Folge haben.
Gruppe: SafetyResponseTime
Die Safety-Reaktionszeit ist die Zeit zwischen dem Eintreffen des Sensorsignals am Eingangskanal eines sicherheitsbezogenen Eingangsmoduls und dem Abschaltsignal am Ausgangskanal eines sicherheitsbezogenen Ausgangsmoduls. Weitere detaillierte Hintergrundinformationen finden Sie im Thema "Safety-Reaktionszeit".
Die Parameter in dieser Gruppe beeinflussen die Safety-Reaktionszeit des Sicheren Logik-Controller-Systems.
Die Parameter KommunikationsWatchdog, MinDatenübertragungszeit und MaxDatenübertragungszeit in dieser Gruppe gelten nur dann für dieses Modul, wenn ManuelleKonfiguration auf 'Ja' gesetzt ist.
Parameter: ManuelleKonfiguration
Standardwert |
Nein |
Einheit |
-/- |
Beschreibung |
Gibt an, ob das Modul seine eigenen modulspezifischen Safety-Reaktionszeit-relevanten Parameter (KommunikationsWatchdog, MinDatenübertragungszeit und MaxDatenübertragungszeit) verwendet oder die Standardwerte, die in der Parametergruppe 'SafetyResponseTimeDefaults' des Sicheren Logik-Controllers vorgegeben sind. Die Verwendung modulspezifischer Parameter ermöglicht die optimale Anpassung des Systems an anwendungsspezifische Anforderungen hinsichtlich der Safety-Reaktionszeit. |
Parameterwert |
|
Parameter: MinDatenübertragungszeit
Standardwert |
12 |
Wertebereich Schrittweite |
12...500 1 |
Einheit |
100 µs |
Beschreibung |
Legt die benötigte Mindestzeit für die Übertragung eines Datentelegramms zwischen Producer und Consumer fest. Wird ein Telegramm früher (vom Consumer) empfangen, als durch diesen Parameterwert vorgegeben, so wird die Kommunikation als ungültig betrachtet. EcoStruxure Machine Expert - Safety verfügt über einen Berechnungsdialog für die Bestimmung dieses Parameterwertes. Begriffsdefinition und Hintergrundinformation Gemäß openSAFETY-Spezifikation kommunizieren Geräte (sicherheitsbezogene I/O-Module und der Sichere Logik-Controller), indem sie zyklisch Daten, sogenannte openSAFETY-Telegramme, senden und empfangen. Ein Gerät, das Telegramme erzeugt (sendet), wird als Producer bezeichnet, ein empfangendes Gerät als Consumer. Jedes Telegramm enthält einen Zeitstempel für die Zeitvalidierung der Kommunikation. Beim Empfang eines Telegramms vergleicht der Consumer diesen Zeitstempel mit der aktuellen Zeit. Falls der Zeitplan eingehalten wurde, wird die Kommunikation als gültig betrachtet. Wird ein Telegramm früher empfangen, als durch diesen Parameter definiert, wird die Kommunikation als ungültig betrachtet und nicht weiter fortgesetzt. Dadurch steuert auch das Prozessdaten-Element 'SafeModuleOK' auf SAFEFALSE und zeigt damit an, dass die sicherheitsbezogene Kommunikation des Moduls nicht länger gültig ist. Die Auswirkungen für den Rest der sicherheitsbezogenen Systeme hängen von der definierten sicherheitsbezogenen Funktion ab. |
Berechnung der Werte |
So berechnen Sie den modulspezifischen MinDatenübertragungszeit-Wert
|
Praktische Werte |
Die Verwendung des in EcoStruxure Machine Expert - Safety berechneten Werts für MinDatenübertragungszeit führt zu einem stabil laufenden System. |
Parameter: MaxDatenübertragungszeit
Standardwert |
200 |
Wertebereich Schrittweite |
12...65.000 1 |
Einheit |
100 µs |
Beschreibung |
Definiert die erlaubte maximale Zeit für die Übertragung eines Datentelegramms zwischen Producer und Consumer. Wird ein Telegramm später (vom Consumer) empfangen, als durch diesen Parameterwert vorgegeben, so wird die Kommunikation als ungültig angesehen. EcoStruxure Machine Expert - Safety verfügt über einen Berechnungsdialog für die Bestimmung dieses Parameterwertes. HINWEIS: Der Parameterwert beeinflusst die von EcoStruxure Machine Expert - Safety berechnete Safety-Reaktionszeit. Begriffsdefinition und Hintergrundinformation Gemäß openSAFETY-Spezifikation kommunizieren Geräte (sicherheitsbezogene I/O-Module und der Sichere Logik-Controller), indem sie zyklisch Daten, sogenannte openSAFETY-Telegramme, senden und empfangen. Ein Gerät, das Telegramme erzeugt (sendet), wird als Producer bezeichnet, ein empfangendes Gerät als Consumer. Jedes Telegramm enthält einen Zeitstempel für die Zeitvalidierung der Kommunikation. Beim Empfang eines Telegramms vergleicht der Consumer diesen Zeitstempel mit der aktuellen Zeit. Falls der Zeitplan eingehalten wurde, wird die Kommunikation als gültig betrachtet. Wird ein Telegramm später empfangen, als durch diesen Parameter definiert, wird die Kommunikation als ungültig betrachtet und nicht weiter fortgesetzt. Die Auswirkungen für den Rest der sicherheitsbezogenen Systeme hängen von der definierten sicherheitsbezogenen Funktion ab. |
Berechnung der Werte |
So berechnen Sie den modulspezifischen Wert für MaxDatenübertragungszeit
|
Praktische Werte |
Die Verwendung des in EcoStruxure Machine Expert - Safety berechneten Werts für MaxDatenübertragungszeit führt zu einem stabil laufenden System. |
Parameter: KommunikationsWatchdog
Standardwert |
200 |
Wertebereich Schrittweite |
1...65.535 1 |
Einheit |
100 µs |
Beschreibung |
Definiert die maximale Zeitspanne, in der ein Consumer ein gültiges Datentelegramm von einem Producer empfangen muss, damit die sicherheitsbezogene Kommunikation als gültig betrachtet und die Applikation fortgesetzt wird. Der Parameter stellt einen Watchdog-Timer ein, der den rechtzeitigen Empfang der Telegramme vom Producer im Consumer überwacht. Läuft der Watchdog ab, so wird die Kommunikation als ungültig betrachtet. EcoStruxure Machine Expert - Safety verfügt über einen Berechnungsdialog für die Bestimmung dieses Parameterwertes. HINWEIS: Der Parameterwert beeinflusst die von EcoStruxure Machine Expert - Safety berechnete Safety-Reaktionszeit. Begriffsdefinition und Hintergrundinformation Gemäß openSAFETY-Spezifikation kommunizieren Geräte (sicherheitsbezogene I/O-Module und der Sichere Logik-Controller), indem sie zyklisch Daten, sogenannte openSAFETY-Telegramme, senden und empfangen. Ein Gerät, das Telegramme erzeugt (sendet), wird als Producer bezeichnet, ein empfangendes Gerät als Consumer. Der KommunikationsWatchdog-Wert hängt physikalisch von der Übertragungszeit ab, die für die Übertragung des Telegramms von einem Producer zu einem Consumer benötigt wird und beeinflusst die ungünstigste Gesamtreaktionszeit des Systems. Deshalb hängt der berechnete Wert vom Wert des Parameters MaxDatenübertragungszeit ab. Falls der Empfänger das Telegramm rechtzeitig erhält (KommunikationsWatchdog ist noch nicht abgelaufen und die Übertragungszeit liegt innerhalb der durch die Parameter MinDatenübertragungszeit und MaxDatenübertragungszeit vorgegeben Zeitgrenzen), wird der Watchdog-Timer erneut gestartet und die Kommunikation wird als gültig betrachtet. Der Zeitstempel im eingehenden Telegramm wird dabei nicht ausgewertet. Relevant ist nur, dass das Telegramm empfangen wird. Falls kein Telegramm empfangen wird (wegen Verzögerung oder Verlust) und der KommunikationsWatchdog im Consumer abläuft, nimmt das Modul seinen definierten sicheren Zustand ein. Dadurch steuert auch das Prozessdaten-Element 'SafeModuleOK' auf SAFEFALSE und zeigt damit an, dass die sicherheitsbezogene Kommunikation des Moduls nicht länger gültig ist. |
Berechnung der Werte |
So berechnen Sie den modulspezifischen KommunikationsWatchdog-Wert
|
Praktische Werte |
Für den KommunikationsWatchdog-Wert, den Sie in die Parametertabelle ('Geräte'-Fenster) eingeben müssen, gilt Folgendes:
|
Gruppe: Connector01 bis Connector04
Parameter: SichererDigitalerEingangxxTaktmodus
Standardwert |
intern |
Einheit |
-/- |
Beschreibung |
Gibt den Taktmodus des Eingangskanals an. |
Mögliche Werte |
HINWEIS: Beachten Sie auch die sicherheitsbezogenen Hinweise und Gefahrenhinweise im Gerätehandbuch. |
1 |
Mit der Einstellung 'Taktmode = kein Takt' kann das Modul nicht selbst Verdrahtungsfehler erkennen. Interne Fehler werden jedoch immer noch erkannt. Alle Fehler, die aus einer falschen, beschädigten oder unterbrochenen Verdrahtung resultieren, müssen durch zusätzliche Maßnahmen gemäß EN ISO 13849-2:2012 oder durch das angeschlossene Gerät behandelt werden. |
WARNUNG
UNBEABSICHTIGTER GERÄTEBETRIEB
Führen Sie eine Validierung Ihrer Sicherheitsanwendung durch und prüfen Sie die Anwendung sorgfältig.
Die Nichtbeachtung dieser Anweisungen kann Tod, schwere Körperverletzungen oder Sachschäden zur Folge haben.
Parameter: SichererDigitalerEingangxxAusgangsfilter
Standardwert |
0 |
Wertebereich Schrittweite |
0...500.000 1 |
Einheit |
µs |
Beschreibung |
Konfiguriert einen Ausschaltfilter für den Kanal, um möglicherweise störende "Low-Phasen" im Eingangssignal zu entfernen. Das Konfigurieren eines Ausschaltfilters erhöht die Datenverarbeitungszeit des sicherheitsbezogenen Moduls und dadurch auch die Safety-Reaktionszeit. Beachten Sie den ersten Gefahrenhinweis unter dieser Tabelle. Das Konfigurieren eines Ausschaltfilters führt dazu, dass Eingangssignale ausgefiltert werden, deren "Low-Phase" kürzer als das konfigurierte Ausschaltfilter ist. Falls dies zu einem ungewollten Betrieb des Geräts führt, muss der Parameter Ausschaltfilter auf 0 gesetzt werden. Eine Verlängerung der "Low-Phase" mit Hilfe eines Einschaltfilters (Parameter Einschaltfilter) ist in diesen Fällen nicht möglich. Beachten Sie den zweiten Gefahrenhinweis unter dieser Tabelle. |
WARNUNG
UNBEABSICHTIGTER GERÄTEBETRIEB
Berechnen und validieren Sie die sichere Reaktionszeit erneut, nachdem Sie den Parameter Ausschaltfilter geändert haben.
Die Nichtbeachtung dieser Anweisungen kann Tod, schwere Körperverletzungen oder Sachschäden zur Folge haben.
WARNUNG
UNBEABSICHTIGTER GERÄTEBETRIEB
Stellen Sie sicher, dass der eingestellte Wert für den Parameter Ausschaltfilter niedriger ist, als die kürzeste "Low-Phase" des Eingangssignals und deshalb keine Eingangssignale ausgefiltert werden.
Schalten Sie das Ausschaltfilter aus, indem Sie den Parameter Ausschaltfilter auf 0 setzen, falls ein Wert größer als 0 einen unbeabsichtigten Gerätebetrieb verursacht.
Die Nichtbeachtung dieser Anweisungen kann Tod, schwere Körperverletzungen oder Sachschäden zur Folge haben.
Parameter: SichererDigitalerEingangxxEingangsfilter
Standardwert |
200.000 |
Wertebereich Schrittweite |
0...500.000 1 |
Einheit |
µs |
Beschreibung |
Konfiguriert einen Einschaltfilter für den Kanal. Eingangssignale können mit dem Einschaltfilter entprellt werden. Außerdem können Sie mit dieser Funktion das Abschaltsignal eines Moduls verlängern, wenn dieses zu kurz sein sollte. Eingangssignale mit einer "Low-Phase" kürzer als die Safety-Reaktionszeit können verloren gehen. Solche Signale sollten mit Hilfe des Parameters Einschaltfilter im Eingangsmodul entsprechend verlängert werden. |
Parameter: Diskrepanzzeitxx
Standardwert |
0 |
Wertebereich Schrittweite |
0...500.000 1 |
Einheit |
µs |
Beschreibung |
Dieser Parameter ist nur für Kanäle mit ungerader Kanalnummer verfügbar. Falls gesetzt, fasst er den aktuellen Kanal mit dem nächsten Kanal für eine zweikanalige Auswertung zusammen. (Einstellung Kanal n kombiniert n und n+1.) Der Wert gibt die maximale Zeitspanne für die zweikanalige Auswertung vor, innerhalb derer der Status beider physikalischer Kanäle undefiniert sein darf, ohne dass dadurch ein Fehler ausgelöst wird. Ob die Kanäle dabei auf Antivalenz oder Äquivalenz überwacht werden, hängt von den verwendeten Prozessdaten-Elementen ab: Das Modul bietet sowohl SafeEquivalentInputs als auch SafeAntivalentInputs. Eine Über-/Unterschreitung der Diskrepanzzeit kann durch Auswerten der Prozessdaten-Elemente SafeEquivalentOK oder SafeAntivalentOK für das Modul in der sicherheitsbezogenen Anwendung überwacht werden. |
Parameter: ZweikanalauswertungModusxx
Standardwert |
kein |
Einheit |
-/- |
Beschreibung |
Der Parameter ist nur für den ersten Kanal jedes Kanalpaares (ungerade Kanalnummer) verfügbar. Gibt die Art der Auswertung für den Kanal an. |
Mögliche Werte |
HINWEIS: Nachdem 'Antivalent' oder 'Equivalent' konfiguriert wurde, muss im Code das aus der Zweikanalauswertung resultierende Prozessdaten-Element SafeTwoChannelInputxxyy verwendet werden. Mit der Einstellung 'kein' verwenden Sie das entsprechende einkanalige Prozessdaten-Element SafeDigitalInputxx. |
Parameter: InvertierterDigitalerEingangxx
Standardwert |
Nein |
Einheit |
- |
Beschreibung |
Dieser Parameter ist nur für Eingangskanäle verfügbar, die am Geräteanschluss 1 liegen (sicherheitsbezogene Eingangskanäle 01 und 02 und Standard-Eingangskanal 01) und Anschluss 2 (sicherheitsbezogene Eingangskanäle 03 und 04 und Standard-Eingangskanal 02). Aktiviert oder deaktiviert die invertierte Auswertung des Kanals. |
Mögliche Werte |
|
Parameter: InvertierterDigitalerAusgangxx
Standardwert |
Nein |
Einheit |
- |
Beschreibung |
Dieser Parameter ist nur für Ausgangskanäle verfügbar, die am Geräteanschluss 1 liegen (Standard-Ausgangskanal 01) und Anschluss 2 (Standard-Ausgangskanal 02). Aktiviert oder deaktiviert die invertierte Signalausgabe des jeweiligen Standard-Ausgangskanals. |
Mögliche Werte |
|
Prozessdaten-Elemente des Moduls
Zweck und Verwendung von Prozessdaten-Elementen
Jedes Modul verfügt über Prozessdaten-Elemente (Signale). Prozessdaten-Elemente können sein:
I/O-Signale, die von einer Anschlussklemme des Moduls gelesen oder auf diese geschrieben werden.
Diagnosesignale zur Auswertung des Status eines Eingangs-/Ausgangssignals oder des gesamten Moduls.
Steuersignale, um beispielsweise einen Kanal freizugeben oder das Modul einzustellen.
Die verfügbaren Prozessdaten-Elemente eines Moduls sind unter dem Modulknoten im Baum links im 'Geräte'-Fenster aufgelistet. Um ein Prozessdaten-Element anzuzeigen und zu verwenden, erweitern Sie den Modulknoten im Baum durch Anklicken des '+'-Symbols.
Beispiel
Das Modul mit der Kennung SL1.SM3 stellt (unter anderem) das Diagnosesignal SafeModuleOK und das Eingangssignal SafeDigitalInput01 zur Verfügung. ![]() |
Sie können Prozessdaten-Elemente aus dem Baum per Drag & Drop in den sicherheitsbezogenen FBS/KOP-Code einfügen (siehe folgende Anweisung). Beim Einfügen in den Code, wird eine (nicht-sicherheitsbezogene) Standard-Variable oder eine sicherheitsbezogene Variable erzeugt (je nach Datentyp des Prozessdaten-Elements).
Vorgehensweise: So fügen Sie Prozessdaten-Elemente in den Code ein
|
Datenrichtung hängt vom Signaltyp an
Eingangssignale können von der sicherheitsbezogenen Applikation nur gelesen werden, Ausgangssignale können geschrieben werden.
Diagnosesignale dienen zur Auswertung und Überwachung des sicherheitsbezogenen Moduls oder beispielsweise auch einzelner I/O-Kanäle. Deshalb können globale Variablen, die für Diagnosesignale erzeugt wurden und diesen zugeordnet sind, von der Applikation nur gelesen werden.
Mit Steuersignalen lässt sich das Modul freigeben oder auf den aktuellen Anwendungsfall anpassen (beispielsweise durch Einstellen eines Messbereichs oder eines bestimmten Modulverhaltens). Globale Variablen, die für ein Steuersignal erzeugt wurden und diesem zugeordnet sind, können von der Applikation geschrieben werden und dadurch das Modul steuern.
Darstellung von Prozessdaten-Elementen im Gerätebaum:
Symbol |
Signaltyp |
Zugriffsart |
![]() |
Sicherheitsbezogenes Eingangssignal oder Diagnosesignal. |
Lesen |
![]() |
Standard-Eingangssignal (nur für den Sicheren Logik-Controller verfügbar). |
Lesen |
![]() |
Standard-Ausgangssignal (nur für den Sicheren Logik-Controller verfügbar) oder Steuersignal. |
Schreiben |
![]() |
Sicherheitsbezogenes Ausgangssignal oder Steuersignal. |
Schreiben |
HINWEIS:
Wird ein Standard-Signal (nicht-sicherheitsbezogen) mit einem physikalischen Eingang oder Ausgang verbunden, muss der Datentyp der zugehörigen globalen Variablen von sicherheitsbezogen nach Standard konvertiert werden (z.B. von SAFEBOOL nach BOOL), um eine falsche Verwendung des Signals im Code auszuschließen. Dasselbe gilt, wenn ein sicherheitsbezogenes Signal im Code nur als Standard-Signal verwendet wird. Die Änderung des Datentyps kann entweder im zugehörigen Variablen-Arbeitsblatt oder mit Hilfe der Funktionen zur Typumwandlung erfolgen.
WARNUNG
UNBEABSICHTIGTER BETRIEBSZUSTAND DES GERÄTS
Verifizieren Sie die Auswirkung von Standard-Signalen (nicht-sicherheitsbezogen) auf sicherheitsbezogene Ausgänge.
Verifizieren Sie, dass die Funktionen zur Umwandlung von "Standard auf sicherheitsbezogen" im Code korrekt verwendet werden.
Die Nichtbeachtung dieser Anweisungen kann Tod, schwere Körperverletzungen oder Sachschäden zur Folge haben.
Nachfolgend sind die I/O-Signale, die Diagnosesignale und die Steuersignale jedes Moduls aufgelistet (in der Reihenfolge wie im Gerätebaum).
SafeModuleOK
Beschreibung |
Zeigt den Status der Kommunikation zwischen dem sicherheitsbezogenen Modul und dem Sicheren Logik-Controller an und gibt somit, aus Sicht der sicherheitsbezogenen Applikation, den Modulstatus an. |
Signaltyp |
Diagnose |
Datentyp |
SAFEBOOL |
Zugriffsart |
Variable kann von der sicherheitsbezogenen Applikation gelesen werden |
Mögliche Werte |
SAFEFALSE:
SAFETRUE:
|
Verpflichtende Zuweisungskontrolle für das Prozessdaten-Element SafeModuleOK:
Die Verifizierung/Validierung der Zuordnung zwischen Prozessdaten-Elementen und globalen I/O-Variablen ist verpflichtend. Dies gilt insbesondere für das Prozessdatenelement SafeModuleOK, welches für jedes sicherheitsbezogene Modul verfügbar ist und dessen Status meldet. Da das Prozessdatum SafeModuleOK nicht geschrieben werden kann, z.B. durch Anlegen eines Signals an einen Moduleingang, muss das zu prüfende Modul physikalisch vom TM5-Bus entfernt, d.h. abgezogen werden. Als Folge dieses Abziehens schaltet SafeModuleOK auf SAFEFALSE, und die zugewiesene globale Variable muss diesem Wechsel folgen. Weitere Informationen zum Aus- und Wiedereinbau eines Moduls entnehmen Sie bitte der Bedienungsanleitung des betreffenden Moduls.
WARNUNG
UNBEABSICHTIGTER BETRIEBSZUSTAND DES GERÄTS
Entfernen Sie jedes sicherheitsbezogene Modul vom TM5-Bus, um den Zustand von SafeModuleOK zu prüfen.
Prüfen Sie, ob die globale I/O-Variable, die dem Prozessdaten-Element SafeModuleOK des entfernten Moduls zugewiesen ist, auf SAFEFALSE wechselt.
Die Nichtbeachtung dieser Anweisungen kann Tod, schwere Körperverletzungen oder Sachschäden zur Folge haben.
SafeDigitalInputxx
Beschreibung |
Digitales Eingangssignal von einem an das Modul angeschlossenen einkanaligen Befehlsgerät oder Sensor. xx gibt die Kanalnummer des Moduls an. HINWEIS: Für Äquivalenz- oder Antivalenz-Überwachung eines Eingangskanalpaares, verwenden Sie statt dieses Einzelkanals die entsprechenden kombinierten Signale xxyy. Die Gültigkeit dieses Eingangssignals wird durch das zugehörige Diagnosesignal SafeChannelOKxx und/oder SafeInputOKxx bestätigt (je nach Modul). Abhängig von den Ergebnissen der Risikoanalyse, die Sie für Ihre Applikation ausgeführt haben, muss das Diagnosesignal jedesmal ausgewertet werden, wenn das SafeDigitalInputxx-Signal in der sicherheitsbezogenen Applikation verwendet wird. Der Wert SAFEFALSE des Diagnosesignals deutet auf einen ungültigen Wert von SafeDigitalInputxx hin. In diesem Fall darf das Signal SafeDigitalInputxx in der sicherheitsbezogenen Applikation nicht weiter verwendet, verarbeitet oder ausgewertet werden. Beachten Sie hierzu den Gefahrenhinweis unter dieser Tabelle. |
Signaltyp |
I/O-Signal |
Datentyp |
SAFEBOOL |
Zugriffsart |
Variable kann von der sicherheitsbezogenen Applikation gelesen werden |
Mögliche Werte |
Wenn SafeModuleOK = SAFETRUE und die kanalbezogenen Diagnosesignale SafeChannelOKxx und/oder SafeInputOKxx = SAFETRUE sind (je nach Modul), gilt Folgendes: SAFETRUE: Digitaler Eingangskanal ist auf True gesetzt. SAFEFALSE: Digitaler Eingangskanal ist auf False gesetzt. |
Relevante Modulparameter |
In der Parametergruppe mit derselben Kanalnummer xx:
Die Parameterbeschreibungen finden Sie oben in diesem Thema. |
WARNUNG
UNBEABSICHTIGTER BETRIEBSZUSTAND DES GERÄTS
Verifizieren Sie, dass das SafeDigitalInputxx-Signal in der sicherheitsbezogenen Applikation nur verwendet wird, so lange das zugehörige Diagnosesignal SAFETRUE ist (falls dies durch die Ergebnisse Ihrer Risikoanalyse vorgegeben ist).
Validieren Sie die gesamte Sicherheitsfunktion in Bezug auf die Verarbeitung von Eingangswerten und prüfen Sie die Applikation sorgfältig.
Die Nichtbeachtung dieser Anweisungen kann Tod, schwere Körperverletzungen oder Sachschäden zur Folge haben.
SafeTwoChannelInputxxyy
Beschreibung |
Das Signal resultiert aus der Äquivalenz- oder Antivalenz-Überwachung der Eingangssignale am Kanalpaar xxyy. Ob auf Signaläquivalenz oder -antivalenz überwacht wird, hängt von der Einstellung des Modulparameters ZweikanalauswertungModus ab (siehe Beschreibung oben). Abhängig vom eingestellten Verarbeitungsmodus, gilt Folgendes:
Zwischen den beteiligten Kanälen muss Äquivalenz/Antivalenz hergestellt sein, bevor das mit dem Parameter Diskrepanzzeit spezifizierte Intervall abgelaufen ist. Andernfalls steuert das zugehörige Diagnosesignal SafeTwoChannelOKxxyy auf SAFEFALSE und der Kanal wird gesperrt. Die Gültigkeit dieses Eingangssignals wird durch das zugehörige Diagnosesignal SafeTwoChannelOKxxyy bestätigt. Abhängig von den Ergebnissen der Risikoanalyse, die Sie für Ihre Applikation ausgeführt haben, muss das Diagnosesignal jedesmal ausgewertet werden, wenn das SafeTwoChannelInputxxyy-Signal in der sicherheitsbezogenen Applikation verwendet wird. Der Wert SAFEFALSE des Diagnosesignals deutet auf einen ungültigen Wert von SafeTwoChannelInputxxyy hin. In diesem Fall darf das Signal SafeTwoChannelInputxxyy in der sicherheitsbezogenen Applikation nicht weiter verwendet, verarbeitet oder ausgewertet werden. Beachten Sie hierzu den Gefahrenhinweis unter dieser Tabelle. |
Signaltyp |
I/O-Signal |
Datentyp |
SAFEBOOL |
Zugriffsart |
Variable kann von der sicherheitsbezogenen Applikation gelesen werden |
Mögliche Werte |
Wenn ZweikanalauswertungModus = Equivalent und SafeModuleOK = SAFETRUE und SafeTwoChannelInputxxyy = SAFETRUE:
Wenn ZweikanalauswertungModus = Antivalent und SafeModuleOK = SAFETRUE und SafeTwoChannelInputxxyy = SAFETRUE:
|
Relevante Modulparameter |
In der Parametergruppe des entsprechenden Konnektors:
Die Parameterbeschreibungen finden Sie oben in diesem Thema. |
WARNUNG
UNBEABSICHTIGTER BETRIEBSZUSTAND DES GERÄTS
Verifizieren Sie, dass das SafeTwoChannelInputxxyy-Signal in der sicherheitsbezogenen Applikation nur verwendet wird, so lange das zugehörige Diagnosesignal SAFETRUE ist (falls dies durch die Ergebnisse Ihrer Risikoanalyse vorgegeben ist).
Validieren Sie die gesamte Sicherheitsfunktion in Bezug auf die Verarbeitung von Eingangswerten und prüfen Sie die Applikation sorgfältig.
Die Nichtbeachtung dieser Anweisungen kann Tod, schwere Körperverletzungen oder Sachschäden zur Folge haben.
SafeTwoChannelOKxxyy
Beschreibung |
Dieses Diagnosesignal zeigt den Status der Äquivalenz- oder Antivalenzüberwachung am sicherheitsbezogenen digitalen Eingangskanalpaar xx und yy an. Ob auf Signaläquivalenz oder -antivalenz überwacht wird, hängt von der Einstellung des Modulparameters ZweikanalauswertungModus ab (siehe Beschreibung oben). Dieses Diagnosesignal bestätigt die Gültigkeit des Signals SafeTwoChannelxxyy. Abhängig von den Ergebnissen der Risikoanalyse, die Sie für Ihre Applikation ausgeführt haben, muss das Diagnosesignal jedesmal ausgewertet werden, wenn das SafeTwoChannelxxyy-Signal in der sicherheitsbezogenen Applikation verwendet wird. Der Wert SAFEFALSE des Diagnosesignals deutet auf einen ungültigen Wert von SafeTwoChannelxxyy hin. In diesem Fall darf das Signal SafeTwoChannelxxyy in der sicherheitsbezogenen Applikation nicht weiter verwendet, verarbeitet oder ausgewertet werden. Beachten Sie hierzu den Gefahrenhinweis unter dieser Tabelle. HINWEIS: Diagnosesignale müssen in der sicherheitsbezogenen Applikation ausgewertet werden, um Fehlerzustände in Modulen/Kanälen in Ihrer Applikation erkennen zu können. Ein Programmierbeispiel und weitere Informationen finden Sie im Thema "Überwachung/Auswertung von Diagnoseinformationen der Maschine". |
Signaltyp |
Diagnosesignal |
Datentyp |
SAFEBOOL |
Zugriffsart |
Variable kann von der sicherheitsbezogenen Applikation gelesen werden |
Mögliche Werte |
SAFEFALSE:
SAFETRUE:
HINWEIS: Zur Fehleranzeige beachten Sie auch die entsprechenden LEDs der betroffenen Module. |
WARNUNG
UNBEABSICHTIGTER BETRIEBSZUSTAND DES GERÄTS
Verifizieren Sie, dass das SafeTwoChannelxxyy-Signal in der sicherheitsbezogenen Applikation nur verwendet wird, so lange das zugehörige Diagnosesignal SAFETRUE ist (falls dies durch die Ergebnisse Ihrer Risikoanalyse vorgegeben ist).
Validieren Sie die gesamte Sicherheitsfunktion in Bezug auf die Verarbeitung von Eingangswerten und prüfen Sie die Applikation sorgfältig.
Die Nichtbeachtung dieser Anweisungen kann Tod, schwere Körperverletzungen oder Sachschäden zur Folge haben.
SafeInputOKxx
Beschreibung |
Dieses Diagnosesignal zeigt den Status des sicherheitsbezogenen digitalen Eingangskanals an. xx spezifiziert die Kanalnummer. Das Diagnosesignal bestätigt die Gültigkeit des Signals SafeDigitalInputxx. Abhängig von den Ergebnissen der Risikoanalyse, die Sie für Ihre Applikation ausgeführt haben, muss das Diagnosesignal jedesmal ausgewertet werden, wenn das SafeDigitalInputxx-Signal in der sicherheitsbezogenen Applikation verwendet wird. Der Wert SAFEFALSE des Diagnosesignals deutet auf einen ungültigen Wert von SafeDigitalInputxx hin. In diesem Fall darf das Signal SafeDigitalInputxx in der sicherheitsbezogenen Applikation nicht weiter verwendet, verarbeitet oder ausgewertet werden. Beachten Sie hierzu den Gefahrenhinweis unter dieser Tabelle. HINWEIS: Diagnosesignale müssen in der sicherheitsbezogenen Applikation ausgewertet werden, um Fehlerzustände in Modulen/Kanälen in Ihrer Applikation erkennen zu können. Ein Programmierbeispiel und weitere Informationen finden Sie im Thema "Überwachung/Auswertung von Diagnoseinformationen der Maschine". |
Signaltyp |
Diagnosesignal |
Datentyp |
SAFEBOOL |
Zugriffsart |
Variable kann von der sicherheitsbezogenen Applikation gelesen werden |
Mögliche Werte |
SAFEFALSE:
SAFETRUE:
HINWEIS: Zur Fehleranzeige beachten Sie auch die entsprechenden LEDs der betroffenen Module. |
WARNUNG
UNBEABSICHTIGTER BETRIEBSZUSTAND DES GERÄTS
Verifizieren Sie, dass das SafeDigitalInputxx-Signal in der sicherheitsbezogenen Applikation nur verwendet wird, so lange das zugehörige Diagnosesignal SAFETRUE ist (falls dies durch die Ergebnisse Ihrer Risikoanalyse vorgegeben ist).
Validieren Sie die gesamte Sicherheitsfunktion in Bezug auf die Verarbeitung von Eingangswerten und prüfen Sie die Applikation sorgfältig.
Die Nichtbeachtung dieser Anweisungen kann Tod, schwere Körperverletzungen oder Sachschäden zur Folge haben.