Der Debug-Modus wird als nicht-sicherheitsbezogen betrachtet, da durch das Forcen/Überschreiben von Variablen die Programmausführung beeinflusst wird.
WARNUNG
UNBEABSICHTIGTER BETRIEBSZUSTAND DES GERÄTS
Stellen Sie vor dem Umschalten in den Debug-Modus sicher, dass geeignete organisatorische Maßnahmen (gemäß zutreffender Sektornormen) getroffen wurden, um Gefährdungen im Falle einer ungewollten oder falschen Funktion der Sicherheitslogik oder eines falsch gewählten Zielsystems zu vermeiden.
Verifizieren Sie die Auswirkungen des Forcens oder Überschreibens von Variablen oder der Verwendung des Einzelzyklus-Betriebs.
Betreten Sie den Betriebsbereich nicht, während die Maschine in Betrieb ist.
Stellen Sie sicher, dass keine anderen Personen den Betriebsbereich betreten können, während die Maschine in Betrieb ist.
Beachten Sie die vorgegebenen Richtlinien in relevanten Sektornormen, wenn die Maschine in einer anderen Betriebsart als "In Betrieb" läuft.
Verwenden Sie geeignete Sicherheitsverriegelungen, wenn eine Gefahr für Personen und/oder Ausrüstung besteht.
Die Nichtbeachtung dieser Anweisungen kann Tod, schwere Körperverletzungen oder Sachschäden zur Folge haben.
HINWEIS:
Der Test der Sicherheitsanwendung im Debug-Modus darf den echten Funktionstest mit Hilfe der sicherheitsbezogenen I/O-Geräte/Sensoren/Aktoren keinesfalls ersetzen. Der Test im Debug-Modus darf nur zusätzlich zum normalen Funktionstest durchgeführt werden.
Der 'Debug'-Dialog ermöglicht folgende Operationen:
Öffnen des Dialogs 'Info Sicherheitssteuerung'.
Ändern der Darstellung (Notation) von Online-Werten.
Die Simulation unterstützt ebenfalls den Debug-Modus und bietet die Möglichkeit, EASYSIM-"I/Os" zu forcen.
Weitere Informationen
Detaillierte Informationen zum Forcen und Überschreiben finden Sie im Thema "Debuggen...".
Dialogelement |
Bedeutung |
Wert |
Gibt den Wert an, mit dem eine Variable überschrieben oder geforct wird. Für eine boolesche Variable können die Optionen 'TRUE' oder 'FALSE' aktiviert werden. Geben Sie die Werte zum Überschreiben/Forcen für sicherheitsbezogene Variablen unter Angabe des Datentyps (Typisierung) im folgenden Format ein: SAFEINT#Wert, SAFEBYTE#Wert, SAFEWORD#Wert, SAFEDWORD#Wert oder SAFETIME#Werts. (Wert gibt dabei den tatsächlichen Wert an, z.B. SAFEINT#13 oder SAFETIME#1s.) Um eine sicherheitsbezogene Boolesche Variable mit FALSE zu forcen, geben Sie entweder SAFEBOOL#0 oder SAFEFALSE ein. Verwenden Sie entsprechend SAFEBOOL#1 oder SAFETRUE, um eine sicherheitsbezogene Boolesche Variable mit TRUE zu forcen. |
Forcen |
Forcen der gewählten Variablen. Forcen ist nur bei Variablen möglich, die mit Prozessdaten-Elementen verbunden sind, d.h. bei I/O-Variablen (physikalische Ein- und Ausgänge). |
Forcen zurück |
Setzt das Forcen der gewählten Variablen zurück (Aufheben). |
Forceliste rücksetzen |
Setzt alle geforcten Variablen zurück (Force-Wert aufheben). |
Überschreiben |
Überschreibt die Variable für einen Arbeitszyklus mit dem definierten Wert. Nur bei Variablen ohne zugewiesenem Prozessdaten-Element möglich (d.h. symbolische Variablen, aber keine I/O-Variablen). Der Dialog schlägt automatisch den zuletzt für dieselbe Variable eingegebenen Wert vor. |
'Standard' 'Dezimal' 'Hexadezimal' 'Binär' |
Legt die Notation (Darstellung) fest, in der die Online-Werte für ausgewählte Objekte angezeigt werden. Weitere Informationen Lesen Sie hierzu bitte auch die Beschreibung für den Dialog 'Online-Layout', der weitere Möglichkeiten für die Einstellung der Online-Anzeige bietet. |
Info |
Öffnet den Dialog 'Info Sicherheitssteuerung'. |
Hilfe |
Öffnet die Online-Hilfe zum Dialog. |
Schließen |
Schließt den Dialog. |