Die Norm IEC 61131 wurde entwickelt, um die unterschiedlichen Sprachen, Befehlssätze, Schnittstellen zwischen Steuerung und Programmiersystem und Konzepte im Bereich der Automatisierungssysteme zu vereinheitlichen. Die Vielzahl der verfügbaren Steuerungskonzepte hat in der Vergangenheit dazu geführt, dass Systeme auf unterschiedlichen Hardware-Plattformen von unterschiedlichen Herstellern nicht kompatibel sind. Aus diesem Grund mussten bislang für Schulungen sowie für Hard- und Software hohe Investitionen getätigt werden.
Der Einsatz IEC 61131-konformer Steuerungs- und Programmiersysteme bietet den Vorteil der Portabilität aller Plattformen und der Verwendung einheitlicher Konzepte, wodurch die Kosten für die Automatisierungssysteme reduziert werden.
IEC 61131-Merkmale implementiert in EcoStruxure Machine Expert - Safety
Auf Grund besonderer Sicherheitsanforderungen implementiert EcoStruxure Machine Expert - Safety nur einen Teil der in der IEC 61131-3 definierten Merkmale.
Die folgende Liste zeigt eine Aufstellung der implementierten IEC-Merkmale:
Programmieren bedeutet symbolisches Programmieren.
Variablen müssen deklariert werden (ähnlich der Variablen-Deklaration in höheren Programmiersprachen).
Es wird zwischen globalen und lokalen Daten unterschieden.
Es können I/O-Variablen (immer als globale Variablen) definiert werden.
Der Quellcode eines Programms für eine Sicherheitssteuerung ist in Programm-Organisationseinheiten (POEs) strukturiert. Es können anwenderdefinierte Funktionsbausteine programmiert und instanziiert werden.
Für die Entwicklung von grafischem Programmcode stehen die Programmiersprachen Funktionsbaustein-Sprache (FBS) und Kontaktplan (KOP) zur Verfügung.
Mit der Programmiersprache Strukturierter Text (ST) kann ST-Code entwickelt werden.
Verwendung spezifischer Firmware-Bibliotheken für die Sicherheitssteuerung.